Die Deputierten und Politkommissare des Weltsowjet (”U”N) sind sich uneins darüber, wieviele Menschen im Darfur-Konflikt tatsächlich umgekommen sind (bzw. sein könnten) und welche Ursachen dafür (nicht) vorherrschend sind.
Während die UN bisher von 200.000 Toten ausgegangen ist, gehen die Schätzungen von John Holmes, dem Under-Secretary-General for Humanitarian Affairs and United Nations Emergency Relief Coordinator(!) von bis zu 300.000 Toten (seit 2003) aus. Für das Massensterben kämen Kampfhandlungen, Unterernährung sowie Krankheiten als Ursachen in Frage.
Der UN-Botschafter des Sudan, Abdalmahmood Abdalhaleem Mohamad, hatte dagegen beim Schätzen bzw. Zählen an anderer Stelle aufgehört. Demnach seien “lediglich” 10.000 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem hätte es weder Epidemien noch Hungersnöte in Darfur gegeben. Die Getöteten seien also alle (bei Kampfhandlungen[!]) getötet worden.
Immerhin zeigt sich der Generalsekretär (der UN!) enttäuscht über die “militärische Gewalt der Konfliktparteien” und stellt fest, den Parteien fehle es an politischem Willen, eine friedliche Lösung für die Krise zu finden.



Ein Kommentar
Die Vereinten Nationen sind ihren Namen und ihren Anspruch längst nicht mehr wert, nachdem sie am 28. 03. 2008 das Recht auf freie Meinungsäußerung auf den Kopf gestellt haben. Die undemokratischsten und freiheitsverachtendsten Staaten setzen sich da allemal durch. Wenn die vielgeschmähten Neocons in einem Punkt Recht hatten, dann darin, als sie vor Irak-Krieg die Irrelevanz der UN betonten. - Ich kann nicht mehr an diese Organisation glauben. M.E. sollte es eine Neugründung als “Vereinigte Demokratischen Nationen der Welt” im wörtlichen Sinne geben, wo jedes Land das demokratische Grundsätze verlässt, Sitz, Stimme und Mitgliedschaft verliert. Das gegenwärtige Gebaren dieser Welt-Organisation kann ich nur mit Unbehagen und Sorge beobachten.